Urbane Reisende erobern die spanischen Großstädte

Urbane Abstecher als Reiseoption sind in den vergangenen Jahren unter zahlreichen einheimischen Touristen immer beliebter geworden. Die Krise und die Unmöglichkeit, viel in einen Urlaub investieren zu können, haben zwar den Wunsch nach Entdeckung neuer Orte nicht eingeschränkt, aber dazu geführt, dass man sich nähere und erschwinglichere Ziele hauptsächlich auf dem Festland aussucht. Die Transportmittel sind in diesem Fall Billigflüge, Zug oder Privatwagen.

An Reisezielen wie Madrid, Barcelona, Salamanca, Cádiz oder Bilbao haben sich die Hotels mit sporadisch Reisenden gefüllt, die ein urbanes, kulturelles, gastronomisches und unterhaltsames Erlebnis auf Kurzreisen (2 bis 4 Tage) suchen. Diese urbanen Touristen suchen Qualität zu günstigen Preisen. Da sich ihre Aufenthaltsdauer im Vergleich zu Strandreisezielen reduziert, entscheiden sie sich normalerweise für Hotels mit zusätzlichen Serviceleistungen – auch wenn diese etwas teurer sind -, um sich nicht nur ausruhen sondern auch den Ort und jede Minute in der Stadt maximal auskosten zu können.

Die häufigste Nachfrage besteht nach Hotels im Zentrum von Madrid mit gastronomischen Angeboten oder Ermäßigungen für Veranstaltungen; Hotels mit Charme in Barcelona, wo Sie Platz, Design und Modernität (und natürlich auch Jugendstil) erwarten. Neben diesen beiden berühmten Großstädten sind aber auch weitere Alternativen gefragt: Hier sind Hotels in der Altstadt von Sevilla oder Hotels in Salamanca mitten auf dem Plaza Mayor Platz die beliebtesten. Man sollte sie frühzeitig buchen, wenn man ein gutes Hotel zu guten Preisen sucht.

Ein Abstecher für ein paar Tage in eine beliebige Stadt in Spanien ist jetzt modern. Viele urbane Reisende planen schon mehrere Reisen im Laufe des Jahres und nutzen dafür besondere Events wie Kino-, Theater- oder Musikfestivals, Konzerte internationaler Bands, erstklassige Sportveranstaltungen usw. Das Kultur- und Freizeitprogramm am Reiseziel ist zweifellos einer ihrer Hauptgründe für die Reise. Es müssen aber nicht unbedingt konkrete Events sein – auch eigene Erlebnisse und traditionelle Anlässe in jeder Stadt regen dazu an: Der sonntägliche Wermut in Madrid während des Flohmarkts, das Universitätsambiente in Salamanca, Nächte in Granada, Flamencoshows in Sevilla, das Guggenheimmuseum in Bilbao…

In diesem Sinne müssen alle Anstrengungen seitens der Behörden wie auch der Privatinitiative gemeinsam darauf ausgerichtet werden, Produkte und Erlebnisse zu schaffen, die ein Reiseziel nicht für einen Besuch aufwerten, sondern die Reisenden dazu zu bewegen, zurückzukehren, um die Stadt immer wieder aus einer anderen Perspektive entdecken zu können. Bisher ist das nur sehr wenigen gelungen, aber zugegebenerweise haben viele spanische Großstädte interessante Projekte vorgelegt. Einige davon wie z. B. in Bilbao haben sofortige Wirkungen gezeigt. Die Stadt gilt dank ihrer Gastronomie und als Zentrum für zeitgenössische Kunst als Bezugspunkt für urbanen Tourismus im Norden Spaniens. Dazu trägt auch ihre neue Auslegung der für die Stadt charakteristischen Ría, der Impuls des Natur- und Abenteuertourismus oder der Einsatz auf Massenevents wie das BBK Live Musikfestival bei. In diesem Jahr sind schon alle Hotels im Zentrum von Bilbao, Campingplätze und Appartements an diesen Tagen ausgebucht.

Ein Blick auf die hinsichtlich Fremdenverkehr fortgeschrittene Stadt Palma de Mallorca zeigt, dass die Hauptstadt der Balearen – trotz finanzieller Probleme der lokalen Verwaltung in den vergangenen Jahren – ihr Angebot hat verbessern können. Sie hat auf die Altstadt gesetzt und Stadtviertel in der Nähe der Stadtmitte, die bisher vom Fremdenverkehr abgelegen waren, neu belebt. Es wurde auch ein interessanteres lokales Kulturprogramm erstellt, das für den spanischen und ausländischen Markt offen steht, indem traditionelle Feste gefördert und qualitativ hochwertige Events unterstützt wurden. Die Palma 365 Idee hat sich bewährt und man hofft, dass sie mit neuen Initiativen in dieser Richtung konsolidiert wird, denn sie dient dazu, ein seit Jahrzehnten zu sehr auf Sonne und Strand ausgerichtetes Reiseziel saisonunabhängiger zu machen.

Die Hotelbranche hat sich auch in diesem Sinne bemüht, und das nicht nur in der Hauptstadt der Balearen. Im Zentrum von Palma wie auch in den meisten spanischen Städten mit einem gewissen touristischen Werdegang sind zahlreiche hochwertige Hotels entstanden. Das ist bei den Hotels in Sevilla der Fall: Hier hat man auf die Kombination neuer Technologien mit traditionellen und grundlegenden Elementen der städtischen Kultur gesetzt. Es wurden auch Hotels für Geschäftsreisen in berühmten Gebieten der Stadt geschaffen und neue Geschäftszweige für das gesamte Publikum geschaffen – wie z. B. die Hotelrestaurants, in denen man einen Tisch reservieren kann, ohne im Hotel untergebracht zu sein.

Hotel Palladium

Hotel Palladium

Das ist bei den neuen Hotels im Zentrum von Madrid schon seit einigen Jahren der Fall. Zu den Berühmtesten darunter gehören das Malevich Restaurant im Art Gallery Hotel, das El Foro Bar-Restaurant im Lealtad Plaza Hotel– mit besonderem Service für Firmenessen -, das El Invernadero Restaurant im Embassy Serrano Hotel oder das Restaurant im Las Letras Hotel mitten auf dem Gran Vía Boulevard unter Leitung des Chefkochs Paco Morales.

Die Hotels der Catalonia Hotels Hotelkette in Barcelona haben ein ähnliches System eingeführt, bei dem insbesondere das Barcelona Plaza Hotel hervorzuheben ist. Die meisten zeigen einen klaren Trend in Richtung lokaler und mediterraner Gerichte, ohne jedoch auf Optionen für jeden Geschmack und sogar auf besondere Artikel für Diäten oder Unverträglichkeiten zu verzichten. In diesem Fall empfehlen wir, vor der Buchung immer direkt im konkreten Hotel nachzufragen.